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Buchtitel: Mit Absicht rhetorisch

Forschungsprojekte

Trost als Ausdrucksform des christlichen Glaubens

In diesem Projekt habe ich mich mit der Geschichte und der gegenwärtigen Bedeutung von Trost als einer Form von Seelsorge und als Ausdrucksform des christlichen Glaubens beschäftigt. Dabei ging es mir u.a. darum, die Differenz zwischen Trost und Vertröstung herauszuarbeiten; entscheidend ist dafür einerseits die Frage nach der Solidarität zwischen Tröstenden und Getrösteten, andererseits die Eröffnung neuer Möglichkeiten zum Leben mit und Überwinden von Leid.

Veröffentlichungen zu diesem Thema:
Art. Trost II. Kirchengeschichtlich. In: Theologische Realenzyklopädie Band 34, Berlin/New York 2002, 147-149.
Art. Trost III. Praktisch-Theologisch. In: Theologische Realenzyklopädie Band 34, Berlin/New York 2002, 150-153.

Seelsorge als rhetorisches Handeln zum Erhalt von Gemeinschaft

In meiner Promotion zu diesem Thema habe ich mich intensiv mit theologischen und sozialwissenschaftlichen Konzeptionen von Gemeinschaft sowie mit wissenschaftlichen Grundlagen, Theorien und Methoden aus dem Bereich der Rhetorik beschäftigt. Im Ergebnis komme ich zu zwei grundlegenden Thesen:

  1. Ausgehend von der systematisch-theologischen Bestimmung der Kirche als communio sanctorum wird Kirche mit Hilfe gemeinschaftstheoretischer Erwägungen näher bestimmt als Gemeinschaft, die sich konstituiert durch das Aushandeln von Werten im Sinne von Vorstellungen über eine wünschenswerte Zukunft. Seelsorge übernimmt im Handeln der Kirche die Funktion, diesen Prozess des Aushandelns zu fördern und damit Gemeinschaft aufrecht zu erhalten oder neu herzustellen.
  2. Für diese Funktion der Seelsorge bietet sich die Rhetorik als Bezugsdisziplin an, weil sie sich im Wesentlichen mit der Frage beschäftigt, wie Menschen zu gemeinsamen Entscheidungen im Bezug auf bestimmte Sachverhalte kommen können.

Diese beiden Thesen werden in der Dissertation in vier großen Abschnitten entfaltet:

  1. Die Gemeinschaft der Kirche als Kontext von Seelsorge (Gemeinschaftstheoretische Grundlegung)
  2. Rhetorik als gemeinschaftsorientierte Kommunikationstheorie (Darstellung der Rhetorik als eigenständiger Disziplin)
  3. Rhetorische Theorie für die Seelsorge (Zuspitzung rhetorischer Theorieelemente auf die Seelsorge)
  4. Rhetorische Gesprächsanalyse (mit ausführlicher Analyse und Kommentierung von drei ausgewählten Seelsorgegesprächen)

Veröffentlichung zu diesem Thema:
Mit Absicht rhetorisch. Seelsorge in der Gemeinschaft der Kirche. Göttingen 2006.

Milieuspezifische Vorstellungen von Gesundheit aus theologischer Sicht

In diesem Projekt habe ich anhand ausgewählter Zeitungen und Zeitschriften vom Herbst 2004, die jeweils in bestimmten Milieus besonders häufig gelesen werden, die unterschiedlichen Inhalte,  Stile und Kontexte analysiert, in denen das Thema "Gesundheit" dort behandelt wird, und die Ergebnisse mit theologischen Erwägungen zur Frage nach Gesundheit, Krankheit, Heilung und Heil konfrontiert.

Veröffentlichungen zu diesem Thema:
Eike Kohler: Gesundheit. In: Kristian Fechtner, Gotthard Fermor, Uta Pohl-Patalong, Harald Schroeter-Wittke (Hrsg.), Handbuch Religion und Populäre Kultur, Stuttgart 2005, 105-111.
Eike Kohler: Zwischen Krebs und Schönheits-OP. Gesundheit und Krankheit im Kontext der Kirche. In: Claudia Schulz, Eberhard Hauschildt, Eike Kohler: Milieus praktisch II (s.o.), Göttingen 2010, 65-89.